Wow! The Wilderness Downtown
Ich bin gerade begeistert wie schon lange nicht mehr von einer Sache, die man online finden kann. «The Wilderness Downtown» ist ein interaktiver Browserfilm, basierend auf HTML5.
Anklicken, anschauen, geniessen. Und zu Beginn unbedingt eine Ortschaft eingeben, die du auch wirklich kennst. Benötigt einen HTML5-tauglichen Browser wie Safari oder Google Chrome.
(darauf gestossen via @kuschti, der @blickamabend geretweeted hat)
IRC Geek fun
Schon mal versucht, per Chat jemandes Passwort herauszufinden? So klappts vielleicht…
<Cthon98> ********* see!
<AzureDiamond> hunter2
<AzureDiamond> doesnt look like stars to me
<Cthon98> <AzureDiamond> *******
<Cthon98> thats what I see
<AzureDiamond> oh, really?
<Cthon98> Absolutely
<AzureDiamond> you can go hunter2 my hunter2-ing hunter2
<AzureDiamond> haha, does that look funny to you?
<Cthon98> lol, yes. See, when YOU type hunter2, it shows to us as *******
<AzureDiamond> thats neat, I didnt know IRC did that
<Cthon98> yep, no matter how many times you type hunter2, it will show to us as *******
<AzureDiamond> awesome!
<AzureDiamond> wait, how do you know my pw?
<Cthon98> er, I just copy pasted YOUR ******'s and it appears to YOU as hunter2 cause its your pw
<AzureDiamond> oh, ok.
Roger Federers Tell-Schuss entzaubert
Zur Zeit macht ein Video von Roger Federer die Runde, auf welchem er in ziemlich beeindruckender Weise mit einem kraftvollen Aufschlag eine Flasche vom Kopf eines Statisten wegschlägt.
Natürlich wird damit auch die Diskussion angefacht, ob das ganze echt sei oder nicht. Meine Meinung ist klar, dass die Sache nicht so stattgefunden hat, wie es auf den ersten Blick scheint. Erstens wäre es zu gefährlich, zweites wird das Video von Gillette und auch von Roger Federer selbst über seine Facebook-Seite vertrieben, was auf Marketingabsicht schliessen lässt. Und drittens würde man so etwas nicht gleich zweimal nacheinander tun.
Für mich der klarste Beweis ist aber spieltechnischer Natur.
Wie auf diesem Standbild zu sehen ist, blickt Roger direkt nach dem Schlag irgendwo in den Raum zwischen den Zuschauern und dem Typ mit der Flasche auf dem Kopf.
Genau dorthin ging auch der Aufschlag. Denn wie man in einem anderen Video gut beobachten kann, geht der Blick nach dem Schlag immer dorthin, wo auch hingezielt wurde:
Eingefleischte Federer-Fans bringen natürlich das Argument, dass man bei Verlangsamung sehen könne, dass der Ball die Flasche treffe (was meiner Meinung nach übrigens nicht stimmt, es sieht mehr aus, als würde der Ball durch die Flasche hindurch fliegen). Aber wie sagte es einer in einem Tennisforum so schön?
There’s a scene in Braveheart where William Wallace pounds an ax into a man’s head. And if you slow-mo it, you can see the ax going into the man’s head. So clearly a man was really killed on the set of Braveheart.
Auf jeden Fall: Tolle virale Kampagne und immerhin auf den ersten Blick weniger offensichtlich unecht, als viele andere Versuche zuvor. Mir gefällts!
Intel und McAffee – wie es wirklich war
Intel CEO:
“We need antivirus, can someone buy me McAfee?”
Few hours later:
- “Done.”
- “Great, which version?”
- “Version … ?”
Lebenszeichen vom neuen Slug.ch
Wie auch das Metablog berichtet ist es schon bald ein Jahr her seit der Schweizer Blog-Aggregator slug.ch von Genotec gekauft wurde.
Seit einiger Zeit wird dort nun versprochen: «Wir arbeiten unter Hochdruck am neuen slug.ch!» Geschehen ist aber nicht viel seit der Übernahme.
Doch jetzt gibt es Lebenszeichen. Einerseits gibt es eine Beta-Version, bei der man sich im Zugangsdaten raten üben kann. Interessanter ist aber, was man im Portfolio der Designagentur frühjahr findet, nämlich den Screenshot eines neuen Designs:
Es sieht ganz danach aus, als würde der simple Überblick über die letzten Posts in der Schweizer Bloggingszene wegfallen. Dafür können einzelne Blogs abonniert werden. Wird das neue Slug zum RSS-Reader für Schweizer Blogs? Wenn ja, hoffe ich, dass es einen Zusatznutzen geben wird, der mich positiv überraschen wird. Denn nebst RSS, Twitter und Facebook einfach auch noch auf Slug.ch denselben Nasen und Blogs zu folgen scheint mir noch nicht das vielversprechendste Konzept zu sein.
Der Pro-Badge oben rechts im Bild lässt ausserdem darauf schliessen, dass es möglicherweise sogar eine kostenpflichtige Version von Slug geben wird. Das wäre dann doch ziemlich überraschend und ich bin gespannt, ob sich mehr als eine handvoll Neugierige darauf einlassen würden.
ByeBye Flattr
Das Prinzip von Flattr tönt sehr interessant. Doch wie sich nun gezeigt hat, lohnt sich der Einbau eines solchen Buttons auf einem Blog wie meinem nicht, weshalb ich diesen wieder entfernt habe (und den Facebook-Like-Button hab ich gleich mitentsorgt).
Gut 6 Euro hab ich bisher mit Flattr eingenommen. 9 Euro hab ich ausgegeben.
Ganz klar, das Prinzip Flattr kann nicht funktionieren, wenn jeder nur Gewinn machen will. Doch genau daran wird es wahrscheinlich auch scheitern.
Ich konnte den Effekt an mir selbst beobachten:
Im ersten Monat wendete ich noch 5 Euro auf, die ich verflatterte. Als ich jedoch sah, wie tief die Einnahmen lagen, hab ich den Betrag auf 2 Euro runtergeschraubt.
Damit ich auch gerne meine Euros verteile ohne selbst auf der Einnahmeseite zu stehen, müsste ich den Button an mehr Stellen im Web finden. Bisher taucht er viel zu selten auf – oft flattre ich dann, nur aus Freude, den Button gesehen zu haben anstatt guten Inhalt zu honorieren. Dies ist mir aber zu blöd, um dafür extra mein Flattr-Konto aufladen zu gehen.
Ich weiss auch nicht, wie man es besser lösen könnte. Aber für mich persönlich ist das Experiment Flattr gescheitert und es würde mich nicht erstaunen, wenn dies bald auch dem ganzen Projekt so ergehen würde. Wahrscheinlich werde ich nochmals ein paar Euros aufs Flattr-Konto laden und verteilen. Aber nicht mehr mit Überzeugung. Diese hat sich eher in Zweifel umgeschlagen.
Wie seht ihr das? Hat Flattr noch Potential oder ist die gute Idee von der Realität eingeholt worden?
Update: Interessanterweise sieht netzwertig.com die Sache anders – der Artikel dort ging haargenau zeitgleich online wie dieser hier. Doch sind wir uns in einem Punkt einig, so steht dort «Ohne dass mittelfristig die Mehrzahl der Flattr-Anwender gibt, statt zu nehmen, wird das Modell des Dienstes kaum bestehen können.» Wenn ich hier den Flattr-Button nicht einsetze bin ich wenigstens einer, der sich vorstellen kann, zu geben aber nichts zu nehmen. Wie gesagt müssen mich die Inhalte aber zuerst überzeugen, dies tun zu wollen.
StudiSurf wird Semestra… und sucht einen Media Manager
Schon seit einigen Jahren kenne ich das Kernteam der Studentenplattform StudiSurf und gemeinsam stellen wir immer wieder kleinere und grössere Zusammenarbeiten auf die Beine – als letztes Beispiel das WM-Tippspiel mit FussballMag diesen Sommer.
Ich freue mich daher, zu sehen, dass die Plattform weiterhin lebendig bleibt und sich auch sich ändernden Bedürfnissen stellt. Ab sofort heisst StudiSurf darum Semestra und kommt im neuen, frischen Design daher. Grundsätzlich bleibt inhaltlich alles aber beim Alten, aber mit weiterem Ausbau der Website darf gerechnet werden.
Und mit dem neuen Look kommen auch neue Aufgaben. CampusLab, die Betreiberin von Semestra, sucht ab sofort einen Product Media Manager für Semestra.ch und das Studentenmagazin Studiversum. Vielleicht etwas für dich oder für jemand, den du kennst? Kontaktperson ist Patrick Mollet, auch twittermässig erreichbar.
Media Manager Print/Online (m/w)
Campus Lab ist der führende Verlag für studentische Medien. Mit Semestra.ch betreiben wir ein grosses Studentenportal mit News, Jobs, File-Exchange und vielem mehr. Unser Studentenmagazin StudiVersum erscheint 6x jährlich in einer Auflage von 30’000 Exemplaren.
Neben unseren beiden Flaggschiffen haben wir noch zusätzliche Produkte in unserer Pipeline und sowieso noch so diverse Ideen, was man schon lange mal umsetzen könnte und sollte. Aus diesem Grund suchen wir möglichst rasch einen Media Manager (m/w), der uns bei unseren ambitiösen Vorhaben unterstützt.
Zusammen mit der Chefredaktorin und dem Programmierer bist du für das Tagesgeschäft unseres Verlags zuständig. Deine Aufgabe ist das Management und die Weiterentwicklung unserer bestehenden Produkte sowie die Projektleitung für neue Produkte und Plattformen. Mit deinem redaktionellen Flair erstellst du neue Online-Inhalte. Du bist die erste Ansprechperson für bestehende Partner, baust aber gleichzeitig mit neuen Partnern Kooperationen und spannende Services auf.
Du bist es dich gewohnt anzupacken, hast eine unternehmerische Ader und die Leidenschaft, um Teil der Erfolgsgeschichte eines jungen und dynamischen Unternehmens zu werden! Du verfügst über gutes Online-Knowhow und ein entsprechendes Netzwerk. Idealerweise kannst du schon eigene Online-Projekte vorweisen. Wenn du zudem relevante Berufserfahrung und zwischen Mitte Zwanzig und Mitte Dreissig bist, möchten wir dich gerne kennen lernen.
Gerne erzählen wir dir mehr über mögliche Aufgaben bei Campus Lab und freuen uns auf deine Bewerbungsunterlagen an jobs@campuslab.ch.
Bei Fragen steht dir Patrick Mollet unter 041 760 65 50 und patrick.mollet@campuslab.ch zur Verfügung.
«Google stellt Wave ein»
Oh, sehr überraschend! Auch wenn nicht sehr viele auf die Wave aufgesprungen sind und ich selbst auch nie Fan davon war, diejenigen, die aktive User wurden, werden nun ein Problem haben. Das ist auch die Aussage: «Die Website soll noch mindestens bis Jahresende weitergepflegt werden» kein grosser Trost.
Mir scheint übrigens, dass man das bei Google ziemlich zerknirscht zur Kenntnis, denn der entsprechende Blogbeitrag ist ganz neutral mit «Update on Google Wave» betitelt.
Schaut man die Google-Geschichte an mit ihren vielen, vielen Projekten, dann ist eigentlich erstaunlich, wie wenige davon wirklich gross eingeschlagen haben. Vorneweg ist da die Suchmaschine, dann bestimmt Google Ads und noch Google Maps/Earth. YouTube wäre auch zu erwähnen, aber das wurde in bereits erfolgreichem Zustand dazugekauft. Einige würden auch noch Gmail dazuzählen. Das ist aus meiner Sicht zwar einer der tollsten Services, doch der Erfolg hält sich in Grenzen. Wave, Buzz und das Google-Handy Nexus One sind dann sogar aktuelle Beispiele wahrer Flops.
Diese Tatsache ist ein interessanter, beruhigender und zugleich beunruhigender Fakt für alle, die ihre Projektideen innerhalb bestehender Firmen oder als Startup zum Erfolg bringen wollen. Denn wenn machtvolle Fimen wie Google nur in wenigen Fällen richtig erfolgreich werden, dann geht es allen anderen bestimmt nicht einfacher. Doch lernen kann man von Google auf jeden Fall etwas: Bei einem Misserfolg nicht aufgeben, neues Projekt anpacken.
PS: Da mir mein Twitter Sabbatical ganz gut gefällt hat mich diese Meldung mit mindestens einer Stunde Verspätung über eine E-Mail von @dominicvn erreicht. Ein gutes Beispiel für «If the news is important, it will find me». Den für heutige Verhältnisse überdimensional grossen Informationsrückstand werde ich verschmerzen können :)
PS2: Sehr lustig… gerade jetzt drudelt etwa zum ersten Mal überhaupt eine E-Mail von Google Wave bei mir ein: «1 updated wave in your inbox». Nee, das fangen wir jetzt nicht nochmals an :)
«Klicke ‘Gefällt mir’ um die Band kennenzulernen…»
Knapp daneben, nicht ganz so wie’s gedacht ist. Gesehen in einem Facebook-Ad für die Band «Hurts», das sind die mit «And it feeeeeeels, better than loooove».
«Im Falle einer Cyberattacke können sie das Web neu starten.»
Huch, da hatte jemand wohl etwas gar viel Fantasie, oder? Das Internet «neustarten» dürfte schwierig sein. Da tönt diese Aussage schon glaubwürdiger: «A new safety system has been introduced by ICANN to shut the net down in an emergency, such as world catastrophe, war or terrorist incident.» Klar, die wichtigsten Server und Leitungen abschalten und aus die Maus. Und die kann man auch wieder anschalten. Aber ein Reboot des Internets, wie man den eigenen Computer neustarten kann – nein, das ist es definitiv nicht.



