Mein Weekend mit dem iPad

Da sitz ich nun also auf dem Sofa mit einem iPad und schreibe mit der WordPress-App diesen Eintrag. Ein Wochenende lang hab ich das Teil ausgeliehen und probiere es mal aus. Sozusagen als Spätzünder.

Ich war ja von Beginn weg skeptisch gegenüber diesem Gerät – doch ich lasse mich gerne positiv überraschen.

Freitag, 23:00 Uhr
Leider ist die positive Überraschung bisher ausgeblieben. Zwar geht das Lesen von E-Mails sehr einfach und angenehm, doch ansonsten scheitere ich an ganz simplen Aufgaben:
Wenn ich im Safari eine Adresse eintippe, ist es kaum möglich, den Blick auf der Tastatur und auf der Adresszeile zu halten. Zu weit sind diese voneinander entfernt und es schleichen sich daher unbemerkt Tippfehler ein. Zudem kann die Tastatur nur mit einer Hand bedient werden, was das Schreiben längerer Texte und schwerfällig macht. Immerhin sind die Tasten gross, was die Trefferquote mit der Zeit steigen lässt.

Die Apps weisen, im Gegensatz zum iPhone, keine einheitliche Benutzerführung auf. Wenn ich die App der Zeitung «Der Bund» bediene fühle ich mich anschliessend in derjenigen von «20 Minuten» verloren. In der momentan stark beworbenen App der «Schweizer Illustrierten» fällt die Navigation sehr schwer und in «Wired» funktioniert nochmals alles anders. Natürlich wird da momentan noch experimentiert und die beste Struktur gesucht, doch bringt dies momentan mehr Frust als Spass.

Auch ins Gewicht fällt das fehlende Multitasking. Seit ich dies am iPhone OS4 schätzen gelernt habe scheint es unverständlich, dass das iPad dies (noch) nicht unterstützt.

Samstag, 17:00 Uhr
E-Mails lesen mit dem iPad macht wirklich Spass! Zurückschreiben weniger.

Ich bin erstaunt, wieviele Apps es nicht in einem iPad-optimierten Format gibt: SBB, Facebook, Schweizer Fernsehen. Die Zerstückelung der vielen Gerätvarianten vom iPhone 3G übers Retina-Display bis zum iPad dürften ein Schwachpunkt der Apple-App-Welt sein. Der Aufwand, überall stets eine aktuelle Version anbieten zu können, ist riesig.

Freude gemacht hat mir heute die App von Eurosport. Der iPad-Screen wird für jede Sportart in ein kleines Kontrollzentrum verwandelt, welches sich intuitiv bedienen lässt und mit vielen Informationen ausgestattet ist.

Aufgefallen sind mir aber auch ein paar Ungereimtheiten in den Bedienungsdesigns der nativen Apps. Zum Beispiel erscheinr die Tagesansicht im Kalender im Look eines Büchleins. Die instinktive Wisch-Bewegung zum Weiterblättern wird aber leider nicht unterstützt.

Sonntag, 13:00 Uhr
Süsser Nichtstun-Sonntag. Was besseres könnte man tun, als auf dem Sofa zu sitzen und einen Trash-Movie wie «Shark Attack 3: Megalodon» zu schauen (der übrigens später noch eine eigenen Blog-Eintrag verdient hat), dabei in IMDB rumzusurfen und wieder mal einen Blick auf Twitter zu werfen. Der iPad sollte das perfekte Gadget dazu sein.

Und es erfüllt seinen Zweck ganz gut. Ein bisschen unhandlich manchmal und etwas schwer, aber als Sofa-Surfgerät spielt der iPad seine Stärken aus.

Natürlich musste ich auch noch das App der Sonntagszeitung ausprobieren, welches heute gerade seine Erscheinung feierte. Allerdings entpuppt sich die Umsetzung der App als äusserst fehlerhaft und hässlich und daher auch nicht als die Killer-App.

Der grosse Power liege in den Games, hab ich öftert gehört. Also mache ich mich im App-Store auf die Suche nach etwas Spielbaren. Doch was auch nur halbwegs interessant aussieht, trägt auch eine deutlichen Preis: CHF 5.50 scheint die Grenze zwischen Mist und Qualität zu sein. Allerdings ist ein Fünfliber eine ganz andere Preisklasse als die 1-2 Franken für iPhone-Games. Eine App für 1.10 kauft man einfach mal. Für 5.50 tu ich dies nicht mehr so spontan, da will ich schon genauer wissen, dass ich einen Mehrwert davon tragen werde.

Sonntag, 20:00 Uhr
Zurück auf dem MacBook. Fühlt sich gut an, richtiggehend Wellness für das geschundene User-Herz. Diesen Eintrag zu formatieren und mit Links auszustatten wäre schier ein Ding der Unmöglichkeit gewesen auf dem iPad, das definitiv nicht zur Erstellung von Inhalten taugt.

Mein Fazit:
Ich sehe immer noch kein Grund, weshalb man als Privatperson ein iPad besitzen möchte. Es gibt aus meiner  Sicht keinen Bedarf für ein Gerät zwischen iPhone und Laptop.

Den Anwendungszweck, den ich für den iPad sehe, liegt weiterhin im geschäftlichen Bereich: Eine App für Kellner, welches die Bestellung direkt in die Küche schickt. Eine App für Pflegepersonal, um die Krankengeschichte eines Patienten digital zu verwalten. Oder als Präsentationstool für Verkäufer, Vertreter, etc.

Nun dann, zurück zu iPad-losen Zeiten. Ich werde nichts vermissen dabei.

Schweizer Unternehmen sind altmodisch – und stolz darauf

Den Gesetzesvorschlag, der vorsieht, dass in Deutschland Facebook und andere soziale Netzwerke von Vorgesetzten bei der Prüfung von Jobbewerbern nicht mehr eingesetzt werden dürfen, find ich schwachsinnig.

Noch viel mehr erstaunt haben mich aber die Aussagen von Schweizer Firmen, die im selben Artikel zum Thema zu Wort kommen:

Bei ABB Schweiz spielen soziale Netzwerke wie Facebook bei der Rekrutierung keine Rolle.

Im Rekrutierungsprozess und bei der Prüfung der Profile von Stellenbewerbern greift die [Credit Suisse] nicht auf Social Media zurück

Wir googeln unsere Bewerber nicht. (Swisscom)

Warum diese Zurückhaltung? Wer im Internet offen mit Material umgeht, das einen in Situationen zeigt, die einen Arbeitgeber abschrecken (z.B. Saufbilder oder abfällige Bemerkungen über das Arbeitsumfeld), wird bestimmt auch im Berufsleben von diesen Aktivitäten beeinflusst. Warum sollten sich Arbeitgeber allein auf die sauber herausgeputzten Bewerbungsunterlagen und das Bewerbungsgespräch verlassen? Und viel mehr, warum tun dies die Schweizer Arbeitgeber offensichtlich sogar freiwillig?

Ich finde, wenn mich ein potentieller Arbeitgeber vor der Anstellung nicht googlet, lebt die Firma in der Vergangenheit. Definitiv kein Qualitätsmerkmal.

Einlochen!

Auf gehts! In zwei Stunden macht sich die komplette Satzart AG bestehend aus den Abteilungen Prepress, !frappant, book4you und !flabs auf den Weg zum Teamevent.

Ein Golf-Schnupperkurs in Thun steht auf dem Programm. Nach einer kurzen theoretischen Einführung über Golf- und Verhaltensregeln, erhalten wir die Gelegenheit, uns auf der Driving Range schlag- und schwungtechnisch auf die erforderlichen Golfschläge einzustimmen. Anschliessend werden wir das Gelerente auf dem Pitch- + Pull-Platz anwenden und ein kleines internes Turnier veranstalten.

Ich freue mich und bin gespannt, ob ich wohl den einen oder anderen Ball mehr treffen werden als letztes Mal

Update: Hat Spass gemacht! Bilder vom Event gibts auf Flickr:


Stell dir vor, YB gewinnt und niemand feiert

Ein kleines Wunder von Bern gabs mitzuerleben

YB schlägt Tottenham Hotspur mit 3:2. Hätte ich dieses Resultat vor dem Spiel prophezeit, ich wäre ausgelacht worden. Doch nun ist es eingetroffen – und im Stadion blieb es still nach dem Schlusspfiff.

Es scheint mir, als ob der YB-Fan etwas gar hohe Erwartungen an sein Team hat. Klar, ein Meistertitel oder ein Cupsieg ist längst überfällig, die zahlreichen unglückliche Niederlagen im entscheidenden Moment zerren an den Nerven. Und ja, die Chance, dass sich die Young Boys nach dem Rückspiel in London von der Champions League verabschieden müssen ist leider gross.

Aber trotzdem: YB hat gegen Tottenham gewonnen! Da nützt es nichts, der Tatsache nachzutrauern, dass man mal 3:0 in Führung lag. Das Kader der Mannschaft ist immerhin weit mehr wert als alle Spieler der gesamten Super League zusammen, die Spurs hatten 60% Ballbesitz und mehr Schüsse aufs Tor. Der Sieg ist eine Meisterleistung! Der gehört gefeiert und bejubelt – und nicht mit Trauermienen bedacht, wie dies der Fall war. Die Chance, dass die Young Boys den Sprung in die Millionenwelt der Champions League schaffen ist erfreulicherweise nämlich auch so gross, wie noch nie. Ein Unentschieden reicht – was machbar ist, wenn man in Istanbul gewinnen konnte.

Ich freue mich über den Sieg und gratuliere unseren Berner Jungs. Nächsten Mittwoch gehts um die Wurst. Hopp YB!

iPhone 4′s «Antennagate»: Es gibt noch Vernünftigkeit

Es ist Sommer, es gibt nichts zu berichten, deshalb stürzen sich die Medien auf Kleinigkeiten wie das Antennenproblem des iPhone 4. Auf 20min.ch zum Beispiel findet man das Thema im Moment immer noch auf der Startseite.

Artikel über die Pressekonferenz zum iPhone 4 in der Chicago Tribune

Doch es gibt noch Vernünftigkeit zu diesem Thema. Und zwar lustigerweise genau bei Leuten, die eigentlich davon betroffen sind, weil es dort das iPhone 4 auch bereits zu kaufen gibt. Dank dem P&B-Angebot am Kiosk im Bahnhof in Bern hab ich mir am Wochenende fernwehmässig wieder mal eine Ausgabe der Chicago Tribune geholt.

Interessanterweise war die einzige Meldung, die man zum Thema iPhone finden konnte gerade mal eine Viertelseite gross und etwa auf Seite 12 platziert.

Schön zu sehen, dass das dieses Thema in einigen Medien nur den Platz erhält, den es auch in etwa verdient. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass gerade «Transformers 3» gedreht wird in Chicago und dieses Thema daher die Zeitung dominierte. Wobei, auch Veränderungen in Altersheimen waren ein grosses Thema – eines, das man selten auf Titelseiten von Zeitungen sieht.

Wie auch immer: Ab und zu mal ganz andere Medien nutzen, als jene, die sich einfach in unserer Griffweite befinden wirkt erfrischend und macht bewusst, dass nicht alles überall die gleiche Gewichtung hat. Mir gefällts!

Pilotprojekt gestartet: Ticketpark macht Vorverkauf

Es erstaunt mich immer wieder selbst, welches Eigenleben meine ursprüngliche Programmierübung Ticketpark angenommen hat. Vor 10 Jahren ist die Site entstanden, seit zwei Jahren ist sie kommerziell, vor einem halben Jahr haben wir die Ticketpark GmbH gegründet und heute haben wir den nächsten grossen Meilenstein erreicht:

Ticketpark wird zur Vorverkaufsplattform!
Unser Ziel dabei: selbstverwaltend, einfach, kostengünstig.

Zielpublikum sind grundsätzlich alle kleine und mittelgrosse Veranstalter. Wir haben jedoch besondere Bedürfnisse in bestimmten Segmenten entdeckt, die wir direkter ansprechen wollen. Welche Segmente dies genau sind geht an dieser Stelle aber zu weit ;-)

Der Kammerchor Steffisburg ist der erste Veranstalter, welcher ab sofort seine Tickets über unser System vertreibt. Heute hat der Vorverkauf für die beiden Konzerte im September begonnen.

Besonders Freude habe ich am Saalplaner, welcher gemeinsam mit den Jungs von !frappant entwickelt wurde. Sitzplatzgenau können Tickets bestellt werden – mit Liveupdate, wenn jemand anders gleichzeitig auch Plätze reserviert. Und natürlich ohne Flash. In der Zukunft soll auch die Einteilung des Saals in einem Editor vom Veranstalter selbst durchgeführt werden können.

Momentan suchen wir noch weitere Pilotprojekte, welche von folgenden Features profitieren möchten:

  • Sitzplatzgenauer Online-Ticketvorverkauf, einfach integrierbar in Ihre Website.
  • Bbeliebig viele Vorverkaufsstellen integrierbar – vom Bäcker bis zur Buchhandlung.
  • Ticketausdruck zu Hause beim Kunde, Versand per Post oder Abholung an der Abendkasse – ganz nach Wunsch.
  • Bezahlung der Tickets mit Kreditkarte, Rechnung oder an der Abendkasse.
  • Einfacher Geldfluss, da wir uns um das Inkasso kümmern.
  • Auswertungen und Abrechnungen stehen per Knopfdruck zur Verfügung.
  • Altbewährte Bestellmöglichkeiten per Talon oder Telefon sind weiterhin möglich.
  • Keine Grundgebühren, keine Fixkosten.

Wenn du also bald eine Veranstaltung durchführen wirst und dazu eine Ticketing-Lösung benötigst, nimm doch unverbindlich Kontakt mit mir auf. Egal ob Firmenanlass, Konzert der Guggenmusik oder Party deiner Schule. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam ein tolles Team bilden würden!

Twitter Sabbatical

Seit ein paar Tagen mach ich mir Gedanken darüber, was ich denn mit meinem Twitter-Account machen soll. Nach dem Empfang heute morgen auf Twitter (siehe Screenshot), hatte ich die Antwort auf meine Frage.

Die Twitter-Timeline des Gähn. (Klick für grösser)

Ich werde mir eine Twitter-Pause gönnen, sozusagen ein Twitter Sabbatical.
Die Gründe nach dem Warum sind vielschichtig, aber doch einfach zu beantworten:

  • Twitter ist langweilig geworden. Der Zenit ist erreicht und neue Leute tauchen selten auf. Es gibt nicht mehr viele frische Inputs.
  • Twitter ist irrelevant geworden. Geburtstagsgratulationen, kleine herzige/witzige/nichtssagende Bildchen, Check-Ins, momentane Emotionsbekundungen und Arbeitsrapporte füllen die Timeline. Nichts davon bereichert mein Leben auf eine Weise, das ich meine Zeit damit verbringen möchte. Gabs früher nicht noch mehr Austausch und Mithilfe bei in den Raum gestellten Fragen?
  • Twitter ist die neue Kontaktbörse. Social Media ist toll, man kann neue Leute kennenlernen. Nur muss ich zugegeben, dass ich kein Bedürfnis danach habe, bei Drachenbootrennen, Fotokursen, Laubbläser-Polos oder Pilgerfahrten mitzumachen um dabei andere Tweeties zu treffen. Mir gings auch vor Twitter gut, fühle mich sozial gut aufgehoben und habe auch kein Bedürfnis nach mehr. Doch ist mir bewusst, dass ich als Nicht-Teilnehmer dann auch nicht mehr mitreden kann – und entsprechend Twitter für mich an Reiz verloren hat.
  • Facebook hat aufgeholt. Und nicht zuletzt hat es sich bei mir so ergeben, dass Facebook gegenüber Twitter wieder deutlich an Boden gewonnen hat. Ich kann noch nicht genau sagen warum, aber Facebook ist wieder lebendig und interessant – und es dreht sich um die Leute, die ich gut kenne und um die Themen, die ich bewusst sehen will. Der Lärmpegel mit uninteressanten Updates ist deutlich geringer – und ansonsten der Verbergen-Klick griffbereit und sehr hilfreich.

Und darum zieh ich mich jetzt mal eine Weile zurück. Ich lösche bewusst meinen Account nicht. Ich weiss, dass sich meine Meinung ändern kann. Oder dass sich Twitter verändern kann. Oder dass das Ganze nur eine Phase sein kann. Ich setze einfach ein neues Passwort, an welches ich mich nie erinnern werden und welches ich bewusst mir neu zustellen lassen muss um wieder dabei zu sein. Wobei, ganz weg werd ich gar nicht sein. Denn die Projekte @fussballmag, @flabs, @wetterbern etc. bleiben natürlich bestehen und da werd ich hie und da auch aktiv sein. Aber dort hab ich auch ein klares Ziel und twittere mit anderer Motivation.

Ich bin selbst gespannt was daraus wird. Eine Vermutung habe ich bereits: Es dürften mehr Blogposts daraus resultieren. Denn irgendwo muss das Jucken in den Fingern ja rausgelassen werden. Mit dem Unterschied, dass ich hier niemandem die Timeline verstopfe mit meinem Nonsense.

Sommerbetrieb

Viel Sommer und viel Arbeit = was kümmert einen da ein Blog?

Foto von mir, schon ein paar Jahre alt.

Telefonieren mit der Mehrwertsteuerbehörde

  • «Guten Tag, Sie haben mir mitgeteilt, ein Formular von mir nicht erhalten zu haben. Ich habe es aber abgeschickt, wie gehen wir nun vor?»
  • «Ach, das weiss ich nicht, da müsste ich nachschauen…»
  • «Ja, äbe…»
  • … (beginnt seufzend etwas in seinen Computer zu tippen)

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