[Only in USA]: Demolition Derby!
Wenn man eine Horde Helvetier eingeklemmt zwischen Berggipfeln und Seen, umgeben von Ziegen und Kühen eine Weile lang sich langweilen lässt, kommen so interessante Dinge wie Schwingen, Hornussen und Jodeln heraus.
Macht man dasselbe mit Amerikanern zwischen Feldern mit Mais und Soja ist das Ergebnis ein Demolition Derby. Und dabei haben nicht nur alle Hot-Dog-Stände Freude, auch der Recycling-Gedanke wird aufgenommen, wenn die alten Autos fein säuberlich kleingequetscht werden. Zum Zuschauen auf jeden Fall ein tolles Gaudi!
Einblick gefällig?
Demolition Derby @ Preble, IN from sprain on Vimeo.
[Only in USA]: Gipfeli verbessern!
Wie kann man ein Gipfeli verbessern?
Hier die freie Übersetzung, wie es Burger King sieht:
«Dieses europäische Gebäck wurde mit Eiern, Käse, Wurst, Schinken oder Speck erheblich verbessert. Eine weitere Idee welche mit harter Arbeit und dem kleinen Etwas namens “Amerikanischer Erfindungsgeist” grossartig gemacht wurde.»
Wie dies dann aussieht? So.
Kein Kommentar mehr nötig, oder?
[Only in USA]: Stop!
Amis mögen nicht gerne halbe Sachen. Und Amis mögen schon gar nicht gerne unsichere Dinge. Safety comes first! Aus diesem Grund besteht eine TV-Werbung im Fernsehen zu 80% aus der Aufzählung von möglichen Nebenwirkungen (Packungsbeilage gibts aber trotzdem keine) und unzählige Warnhinweise auf Speisekarten informieren über die Möglichkeit von Übelkeit nach dem Essen von schlechten Gerichten.
Wahrlich in Exstase kommt der sicherheitsfreudige Amerikaner jedoch am Stop-Schild. Denn Kreisverkehr, Vortrittsschilder oder gar Rechtsvortritt ist dem Ami ein Graus. Das Stopschild ist eine klare Sache, am liebsten an Kreuzungen, wo alle vier eintreffenden Strassen mit einem Stopschild dekoriert sind. Gefahren werden darf dann in der Reihenfolge des Eintreffens an der Kreuzung.
Nun sind gerade in ländlichen Gegenden meist drei der vier Strassen sehr spärlich mit Autos bestückt, nämlich gar nicht. Pflichtbewusst tritt der Ami aber auf die Bremse, schaut nach links um die meilenweit gerade Strecke zu überblicken, schaut nach rechts ob nicht doch in fünf Minuten ein anderer Wagen eintreffen könnte und fährt dann langsam und vorsichtig weiter um das Spiel eine Meile weiter zu wiederholen. Ein Rollstop kommt nicht in Frage!
Sollte dann unerwarteterweise doch einmal mehr als ein Auto gleichzeitig die Kreuzung überqueren wollen, dann darf ja nicht zuviel Effizienz an den Tag gelegt werden. Auto 1 biegt nach rechts ab, Auto zwei vis-à-vis wartet geduldig ab, bis Auto 1 die Kreuzung verlassen hat, um dann seinerseits auch nach rechts abzubiegen. Ein solches Manöver gleichzeitig auszuführen wäre ja viel zu gefährlich!
Natürlich ist bei soviel Sicherheit irgendwann eine Kompensation notwendig. Motorrad wird daher am Liebsten in T-Shirt, Short und Sandalen gefahren – selbstverständlich ohne Helm.
[Only in USA]: Killerrasen!
Wer ist der grösste Feind der USA? Nun, naiv wie wir Europäer sind würden wir wohl auf Osama, den Kommunismus oder vielleicht das viele Fett im Big Mac tippen. Aber wir haben ja auch keine Ahnung.
Wenn man einige Zeit in den USA verbringt weiss man, dass der wahre Feind ganz anders heisst. Es ist der ungemähte Rasen.
Rasenmähen ist für den Amerikaner etwa dasselbe wie für einen Schweizer das Wäschehängen auf dem Balkon: Daran werden soziale Fähigkeiten gemessen. Gilt der Schweizer als Rebell, unerzogen und sozial nicht tauglich wenn er es wagt, auf seinem Balkon einen Wäscheständer aufzustellen, der einen halben Zentimeter über das Geländer ragt, dann gilt für den Amerikaner das Gleiche, wenn er seinen Rasen nicht zweimal die Woche sauber auf die nachbarschaftliche Norm-Länge trimmt.
Kein Wunder also, dass «mowing the lawn» die Hauptbeschäftigung eines jeden Häuschenbesitzer ist. Denn wer sich nicht daran hält wird von den Nachbarn bei der Gemeinde verpfiffen. Dann gibts eine Busse, einen Telefonanruf vom Sheriff oder schlicht keinen Besuch mehr von den Nachbarn beim nächsten Garage Sale (aber das ist ein anderes Thema). Die lokale Zeitung freut sich aber darüber, hat sie doch dann ein Thema für die Frontseite (kein Witz, der verlinkte Artikel war Hauptartikel der Journal Gazette in Fort Wayne, Indiana).
Und gut für uns. Hast du einen amerikanischen Freund? Anstatt Schokolade zu bringen hilfst du ihm beim nächsten Besuch einfach beim Rasenmähen. Du rettest damit seine Ehre.
Der amerikanische Albtraum, ein ungemähter Rasen vor dem Haus:

[Only in USA]: Drive-Thru-Payment-Troubles
Eine grossartige Eigenheit des Dollars ist ja, dass man ihn überall verwenden kann. Im Kino, im Restaurant, im Walmart, ja sogar im Ausland! Dollars sind akzeptiert, überall und jederzeit.
Nun ist es der Ami aber müde, sich seine Dollars am Geldautomaten abzuholen. Auch wenn es genügend Drive-In-Geldautomaten gibt, der Weg von der Haustüre bis zum Auto muss man ja trotzdem noch zu Fuss gehen. Und überhaupt: Eine Karte zücken um Geld zu bekommen und dann später das Geld wieder aus der Tasche zu nehmen um zu bezahlen ist sowieso viel zu anstrengend.
Aber darum gibt es ja Kreditkarten, zum Beispiel von der Firma Mastercard. Dann muss man die Brieftasche nur einmal zücken (zum Beispiel im Drive-In-McDonalds). Doch im Gegensatz zum überall akzeptierten Dollar hat die Kreditkarte einen Haken:

Auf einer Mastercard-Werbung: «Karte kann verwendet werden, wo Mastercard akzeptiert wird»
Das Leben ist hart.
[Only in USA]: Schlaf gut im Flug
Flugzeug fliegen kann spannend sein. Zum Beispiel dann, wenn man all die interessanten DutyFree-Artikel studieren kann, die man in den Fliegern jeweils so kaufen kann.
Flugzeug fliegen kann aber auch langweilig sein. Dann ist’s gut, wenn man bereits einmal einen solchen DutyFree-Artikel gekauft hat, zum Beispiel den SkyRest. Der hilft dann nämlich, die Zeit ganz bequem schlafend zu überbrücken:
Ok, ich will wissen, ob jemand dieses Ding effektiv nutzt. Die ersten drei, die mir ein echtes Foto von SkyRest in Gebrauch schicken, erhalten einen iTunes-Gutschein.
[Only in USA]: Wieviele dürfen’s denn sein?
Ja, mit den Inhaltsangaben ists ja immer wieder so eine Sache. Da die Amis gerne mit so unpraktischen Massen wie Gallonen und Unzen um sich werfen sind wir Europäer immer wieder mal verwirrt, wieviel wir denn nun wofür brauchen. Bei den Längenmasse wirds nicht einfacher, und Schuhgrössen sind hier auch eine Welt für sich.
Überraschend wird’s aber, wenn das Zählen von Schuhen schwierig wird.
Darum hier ein kleines Quiz:
Wieviele Schuhe befinden sich wohl in dieser Schuhschachtel?

Nun, was immer du auch vermutest, sicher sein kannst du dir nicht, bevor du in die Schachtel reinschaust. Denn auch ein Blick auf die Seitenwand gibt nur grobe Anhaltspunkte:

«Durchschnittliche Inhaltsmenge: 2»
Ich hatte Glück, der Inhalt meiner Schachtel ist nicht vom Durchschnitt abgewichen. Obwohl, evtl. könnte ich sonst nun einen dritten Schuh verlosen! Oder der Person schenken, die dummerweise nur einen Schuh drin hatte. Im Durchschnitt gehts ja dann wieder auf.
[Only in USA]: You ain’t never gonna be no lady!
Dass die Amerikaner es mit der Genauigkeit in der englischen Sprache nicht so genau nehmen ist ja kein Geheimnis. So manche grammatikalische Unsitte hat sich eingeschlichen. Sätze wie «She don’t know» oder «I have ate it» hört man an jeder Ecke, auch wenn uns der Englischlehrer diese dick mit rotem Stift unterstrichen hätte (wer will darf sich ja in den Kommentaren an der korrekten Variante versuchen).
Eine solche Unsitte ist auch die doppelte Verneinung. Was bei «I don’t know nothing» beginnt und bei Sätzen wie «You ain’t never gonna be no lady» weiterführt kann manchmal auch ungewollt verwirrende Auswüchse annehmen:

«No barefeet are not allowed – Keine nackten Füsse sind nicht erlaubt.»
Eigentlich sollte es vor diesem Laden aussehen wie vor einer Moschee, mit vielen Schuhen vor der Türe…
Gesehen in Miami Beach am 20. Mai 2008.
[Only in USA]: Einfach mal Hände waschen
In Amerika haben momentan ja alle Schweinegrippe. Oder wer sie nicht hat, rechnet damit, diese innerhalb der nächsten 24 Stunden irgendwo aufzuschnappen. Der Miami Herald vom 20. Mai 2009 hat darum seinen Hauptartikel den bösen Viren gewidmet – und Tipps gebracht, wie man diese bekämpfen kann.
Im Artikel erscheint eine Familie, die eine echte Wahnsinns-Entdeckung gemacht hat:

«Wir waschen unsere Hände oft, weil wir wissen, dass es hilft.»
Wie froh wir doch um solch innovative Menschen sein können!
[Only in USA]: Denkt an die Truppen, auch im Supermarkt!
Entdeckt am 20. Mai 2009 in einem Supermarkt in Miami Beach, Florida.
Passend zum morgigen Memorial Day. Sogar der Supermarkt macht, in schönstem grammatikalischem Stil, darauf aufmerksam, dass man den Luxus, den man in Miami Beach geniessen darf natürlich einzig den US-Truppen zu verdanken ist:
Gibt jetzt für jeden Soldat einen Hamburger für eine Dollar neunundneunzig?



