Samariter 2.0

Basierend auf einem aktuellen Ereignis, Karikatur gefunden im Bund.
«Nestlé expandiert im Tiefkühlpizza-Geschäft»
Das nenn ich eine Headline! :) – 20min.ch
Fazit einer Zürich-Reise
«Geht ein Berner nach Zürich…» Was beginnt wie ein Witz hab ich heute in die Tat umgesetzt, hab den Zug genommen und bin ab nach Zürich um eine ganze Reihe interessanter Menschen zu treffen.
Begonnen hats zum Frühstück im Spèhres mit Marc Isler von local.ch – einem alten Bekannten aus Zeiten, als er noch StudiSurf machte und ich die ersten Schritte mit Ticketpark. Es hat Spass gemacht, sich gegenseitig auf den neusten Stand zu bringen und den einen oder anderen Ideenansatz anzudiskutieren. Danke Marc, immer wieder gerne.
Zum Mittagessen gings ins Imagine mit Simon Künzler von xeit. Wir hatten uns zuvor noch nie getroffen und daher ein bisschen beschnuppert, mögliche Schnittstellen und Ergänzungsmöglichkeiten ausgelotet und sprainTV-technisch das eine oder andere Wort zu wechseln gehabt. Hat mich gefreut, Simon, bin stets zu haben angedachte Möglichkeiten in die Praxis umzusetzen.
Dann gings auch schon auf den Zug zu Marcel Widmer von sich selbst. Auch hier eine Erstbegegnung, gestartet mit zuvorkommendem Taxiservice im Clinch mit sturem Neuenburger auf dem Bahnhofsvorplatz von Pfäffikon, SZ. Drei ausgedruckte Mails lagen bereit auf dem Tisch und gabs zu behandeln. Nummer eins war rasch erledigt (LinkedIn ist ja auch mehr nur ein Test), zu Nummer Zwei zum Thema #GrossesProjekt gabs spannende Inputs vom Personalprofi für mich, und Nummer Drei drehte sich um Marcel’s grösste Leidenschaft nebst #Lieblingstochtr und #Lieblingsgattin, nämlich ums #sprainTV-Gucken :) – Danke auch dir Marcel für zwei spannende Stunden im Kanton Schwyz!
Zurück im Hauptbahnhof von Zürich gabs dann ein kurzfristiges, spontanes Treffen mit Shibby und ein schon lange geplantes und versprochenes mit Claudio Schwarz. Hier ebenfalls zweimal eine erste Begegnung. Lustigerweise gings beide mal rasch mal um Sinn und Unsinn der Kommerzialisierung von Webprojekten oder alternative Finanzierungsmöglichkeiten. Grosses Thema, das zweifelos nicht nur fachliche sondern auch emotionale Aspekte hat. Selbstverständlich wurde auch da ein #Geheimprojekt angedacht. Jetzt muss nur noch jemand die Website bauen, auf welcher man Zeit runterladen kann, dann gehts los damit. Danke auch euch beiden fürs Meeting, hat Spass gemacht euch mal live zu sehen!
Und so gehts zurück nach Bern, leider ohne beim Glühweintrinken von frühjahr in Burgdorf vorbeizuschauen, das liegt dann doch nicht mehr drin. Aber fünf tolle Köpfe getroffen in zehn Stunden. Ich glaub, ich geh wieder mal nach Zürich.
Fondue an der Sense
Warum immer in der Stube sitzen? Diesen Sonntag gings, organisiert von @dominicvn und @romse, an die Sense zum Outdoor-Fondue über offenem Feuer. Hat Spass gemacht, war erstaunlich anstrengend. Dankeschön!

Post-Odysee
Kann sich jemand erklären, warum ein Paket eine solche Odysee zurücklegt?

Dos und Don’ts bei einer Konferenz-Ansprache
Jedem, der schon mal an einer Konferenz gewesen ist, ist das Elend bekannt: Viele Redner verdienen diese Bezeichnung nicht wirklich. Viel mehr sind es Verwirrer, Planlosschwatzer und Publikumignorierer. Da mich dies immer wieder stört und ich mich in nichtberuflichem Rahmen regelmässig mit dem Sprechen vor Publikum befasse, möchte ich hier einmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen, die aus meiner Sicht zu einer Verbesserung beitragen würden.
Dos – Dinge, die man als Redner tun sollte.
- Kenne das Publikum und passe dich entsprechend an.
Für den Zuhörer ist es äusserst mühsam, wenn die Ausführungen des Redners nicht seinem Wissensstand entsprechend, also entweder zu einfach oder zu kompliziert gehalten sind oder komplett am Interessengebiet vorbeizielen. Wer eingeladen wird, ein Referat zu halten, sollte abklären, wer im Publikum sitzen wird. Soll z.B. ein Referat über Twitter gehalten werden, spricht man an einer Entwicklerkonferenz evtl. über die zur Verfügung stehenden APIs, bei einem Publikum aus dem Marketing mehr über die Einsatzmöglichkeiten im Geschäftsleben. Dies zu beachten kann zwar erfordern, sich noch zusätzliches KnowHow aneignen zu müssen – doch dieser Tatsache sollte man sich bei einer Zusage zu einem Referat sowieso bewusst sein. - Sprich über das, was das Thema erwarten lässt
Steht die Rede unter einem Thema, welches den Besuchern zuvor bekannt ist, ist es wichtig, dieses Thema auch als Leitplanken für das Gesagte zu verwenden. Die Zuhörer hegen anhand des Themas nämliche gewisse Erwartungen. Spricht der Redner dann über andere Aspekte, kann er eigentlich nur enttäuschen. Ein gelungenes Negativbeispiel war die Rede über «The Future of Print» an der FOWA 2009. Anstatt die mögliche Zukunft der Printmedien zu beleuchten, sprach die Rednerin vor allem darüber, welche Online-Dienste Aufgaben übernommen haben, welcher früher dem Gedruckten vorbehalten war. Ein verwandtes Thema zwar, aber trotzdem an den Erwartungen vorbei. - Folge einer klaren Struktur mit eindeutigen Hauptaussagen
Egal, wie viel Zeit zur Verfügung steht, etwas bleibt immer gleich: Eine Rede sollte nur wenige, dafür klar definierte Hauptaussagen beinhalten. In der Regel reichen drei solcher Hauptpunkte aus. Diese sollten aufeinander aufbauen und mit Nebenaussagen und Beispielen untermauert werden. Wer mehr Infos reinpacken will überfordert sein Publikum. Wer sich seiner Hauptaussagen nicht klar ist, spricht zwar viel, sagt aber wahrscheinlich wenig.
Don’ts – Dinge, die man als Redner besser unterlässt.
- Werde nicht zum Powerpoint-Sklaven
Das bedeutet nicht, dass automatisch alles richtig gemacht wird, wenn stattdessen Apple Keynote, 280slides.com oder eine andere Alternative zu Powerpoint zum Einsatz kommt. Es geht darum, dass eine Präsentation als Unterstützung der Worte dienen soll, nicht als Ersatz oder gar Ablenkung. Ist die Präsentation vollgepackt mit Text braucht ein redner gar nicht mehr zu sprechen. Das Publikum kann nicht alles lesen und zuhören gleichzeitig. Am Sinnvollsten ist es, nur einen Ausdruck oder ein Bild pro Folie anzuzeigen und dazu Erläuterungen abzugeben. Bei Auflistungen macht es Sinn, einen Punkt nach dem anderen anzuzeigen, nicht bereits alle aufs Mal. - Versuche nicht krampfhaft, intelligent zu tönen
Ich habe noch nie jemanden sagen hören: «Dieser Redner hat viel zu einfach gesprochen». Nein, einfach ist immer gut! Wer denkt, er müsse jede Aussage mit drei Nebensätzen und zwei Fremdwörtern dekorieren ist auf dem Holzweg. Auch wenn ein Redner zu einem Fachpublikum spricht wird man ihm lieber zuhören, wenn er Sachverhalte möglichst einfach formulierst. «Aus meiner Sicht funktioniert dies nicht» ist keine schlechtere Aussage als «Meiner Meinung nach muss bei dieser Umsetzung mit Schwierigkeiten gerechnet werden, deren erfolgreichen Umsetzung der Lösungsstrategien höchst fraglich ist.»
Und immer schön positiv bleiben. Drei Do’s zu zwei Don’ts ist daher ein ausgewogenes Verhältnis, wie ich finde.
Jetzt muss ich nur noch mich selbst daran halten, morgen am WebCampus.
Warum rufen Leute dem Radio an?
Eine Frage, die mich (und übrigens auch @dominicvn) immer wieder beschäftigt ist: Was bewegt Leute dazu, einem Radiosender anzurufen um dort über den Sender ihre Weisheiten weiterzugeben?
Meinen Hörgewohnheiten entsprechend höre ich dies meist gegen Abend auf DRS3 wenn die Frage des Tages gestellt wird. Oftmals politische oder gesellschaftliche Fragen werden in den Raum gestellt und es scheint kein Problem zu sein, genügend Menschen zu finden, die Ihre Meinungen dem Volk preisgeben wollen. Warum?
Hört man mal bei DRS1 rein (gibts manchmal) , dann ists noch auffälliger. Anstatt wichtige gesellschaftstagliche Dinge werden hier morgens Dinge gefragt wie: «Was führen Sie alles in Ihrem Notvorrat?» Und Herr und Frau Schweizer rufen an und geben gerne Antwort. Warum?
Das Highlight war jedoch ein Aufruf von einem der unsäglichen Berner Lokalsender, die ich gar nicht erst verlinken will… Dort wurde ein Zustupf von 1000 Franken an die Krankenkasse verlost. Teilnehmen konnte, wer den Sender anrief und dort über den Äther jammerte, wie dringend er dieses Geld brauche. «Mein Mann ist arbeitlos geworden, ich muss ins Spital zur Operation und dann wünscht sich unsere Tochter unbedingt einen Hund…». Warum?
Kürzlich an meinem Arbeitsplatz…

Übrigens, wer mal bei uns vorbeischauen möchte kann dies am 18. November tun, wenn wir im Rahmen des Avatar-Shooting-Tages unser Fotostudio zur Verfügung stellen.
«Unterbrechen Sie das Training sofort, falls Ihnen schlecht wird»
Hätte man das nicht schöner formulieren können? Gefunden an einem Trainingsvelo im FITmade Bern.
Was wollt ihr lesen?
In den letzten Tagen (und vor allem auch während der FOWA) hab ich mich mit vielen verschiedenen Themen auseinandergesetzt, die ich hier gerne auch noch verbloggen werden.
Damit ihr Gelegenheit habt, zu sagen, was euch denn am Meisten interessiert, hier mal die Liste dessen, was in meiner Pipeline steckt:
- Desktop oder Web? Welchen Weg sollten/werden Applikationen gehen?
Das Framework Cappuccino macht einfach möglich, was Google schon lange tut: Applikationen kommen in den Browser. Gleichzeitig freuen sich Offline-Apps aber zum Beispiel auf dem iPhone grosser Beliebtheit. In welche der beiden Richtungen wirds in Zukunft wohl gehen? - Wer nutzt wie Mobile Widgets oder Apps für Nicht-iPhones?
Und wenn wir grad dabei sind: Mobile Apps sind praktisch Synonym fürs iPhone. Welche Bedeutung haben Apps auf anderen Geräten? - «Tweet this» und andere Buttons – was bringts?
Bringen all die Social Network Buttons, die wir in unsere Websites einbauen können eigentlich irgend etwas? - HTML5 – was ist neu, was geht, was geht nicht…
Überblick über den aktuellen Stand in Sachen HTML5. - Dos und Don’ts bei einer Konferenz-Ansprache
Ein Übel bei allen Konferenzen ist die grosse Anzahl schlechter Redner. Was nervt, was gilts zu beachten?
Die Kommentare warten hungrig… :)