Fünf Tipps für mehr Effizienz am Mac

Wenn ich hie und da an einem fremden Mac arbeite, jemandem zuschaue oder Support gebe merke ich oft, wie ineffizient die Einstellungen des Macs an vielen Arbeitsplätzen sind. Dabei lässt sich mit nur wenigen Handgriffen viel rascher und so letzlich auch mit mehr Spass arbeiten.

Hier fünf Tipps, ohne die ich keinen Mac mehr mein Eigen nennen würde:

Tipp 1: Erhöhe die Geschwindigkeit des Mauszeigers

Musst du deine Maus auf dem Weg von einer Bildschirmecke abheben und neu auf dem Tisch platzieren? Mit den Standardeinstellungen in OS X geht dies vielen Usern genau so. Die erste Handlung an einem neuen Mac muss es daher sein, die Geschwindigkeit des Mauszeigers zu erhöhen.

Dazu öffnet man die Systemeinstellungen (z.B. nach Klick auf den Apfel ganz links oben), geht ins Menu Maus und dort zum Reiter Zeigen und Klicken. Dort findet man den Regler, mit welchem man der Maus etwas Feuer unter dem Hintern macht.

Tipp 2: Wähle eine sinnvolle Startseite im Browser

Wie oft brauchst du die Website von Apple? Wohl kaum je. Diese ist aber von Haus aus als Standardseite in Safari eingestellt. Besser änderst du dies zu etwas, was du häufig ansurfts: Die Website deiner Lieblingszeitung, dem Login für deine E-Mails oder auch einfach auf das Suchfeld von Google.

Um die entsprechende Adresse zu setzen, öffnest du Safari, klickst oben in der Menuleiste auf den fetten Text Safari und dort auf Einstellungen. Unter dem Reiter Allgemein kannst du nun die gewünschte Adresse eingeben – und zudem auswählen, ob diese Adresse beim Öffnen eines neuen Fensters überhaupt beachtet werden soll.

Tipp 3: Lerne die wichtigsten Tastatur-Shortcuts

Es gibt Dinge, die auf einem Computer sehr oft tut und welche sich mit einigen eingeprägten Shortcuts oder Kurzbefehlen viel effizienter per Tastatur als per Maus erledigen lassen.

Die wichtigsten im Überblick:

⌘+P öffnet das Druckmenu.
⌘+C kopiert markierten Text oder Objekte.
⌘+V fügt kopierten Text oder Objekte wieder ein.
⌘+D dupliziert Dateien und je nach Programm auch andere Objekte.
⌘+A markiert alles (z.B. allen Text oder alle Dateien).
⌘+Q schliesst das aktuelle Programm.
⌘+W schliesst das aktuelle Fenster.
⌘+H blendet das aktuelle Programm aus.
⌘+F öffnet die Suchfunktion.

Tipp 4: Installiere Alfred

Dieser Tipp ist nicht für den absoluten Frischling, aber für bereits etwas fortgeschrittene Mac-Anwender hat er es in sich!

Alfred ist ein kleines Zusatzprogramm, welches die Arbeit am Mac extrem viel effizienter macht. Die kostenlose Version und nur ganz wenige Grundfunktionen reichen dabei aus.

Einmal installiert, ist von Alfred nicht viel zu sehen, es lebt standardmässig einfach in der Menüleiste. Die Power liegt im sogenannten Hotkey, welcher sich in den Alfred-Einstellungen setzen lässt. Die dort definierte Tastenkombination bringt Alfred zum Vorschein. Ich habe bei mir die Kombination ⌘+1 gewählt.

Einmal eingeblendet erscheint nur ein einfaches Eingabeformular. Dort kann man den Namen von Programmen, Dokumenten, Lesezeichen, etc. eintippen und mit einem einzigen Tastenschlag öffnen. Das tönt nicht sehr spektakulär, vermeidet aber beispielsweise den mühsamen Umweg ins Programm-Menu des Finders zum Öffnen von Applikationen, die man nicht im Dock am Bildschirmrand abgelegt hat. Auf meinem Mac ist genau dies eine der absolut meistgenutzten Funktionalitäten auf dem ganzen Computer :)

Weitere lassen sich auch sogennante Custom Searches definieren. Mit einem Keyword wird definiert, welcher Website das anschliessend eingetragene Wort übergeben werden soll. Beispielsweise kann man so festlegen, dass die Eingabe leo haus automatisch die entsprechende Englisch-Übersetzung auf leo.org öffnet.

Tipp 5: Installiere Sidekick

Ich bin mit meinem Mac oft unterwegs und habe dabei ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Am Arbeitsplatz setze ich ganz andere Programme ein als zu Hause. Diese Einstellungen lassen sich mit Sidekick automatisch anpassen.

In Sidekick lässt sich festlegen, welche Einstellungen und Programme an einem gewissen Ort vorgenommen, geöffnet oder geschlossen werden sollen. Die Definition des Ortes lösst sich dabei über verschiedene Einstellungen definieren: angeschlossene Hardware, die eigentliche Geolocation oder verfügbare Netzwerke können miteinbezogen werden.

Und du?

Jetzt bin ich gespannt, welche Tricks ich selbst noch nicht kenne. Wie holst du am meisten Effizienz aus deiner Arbeitsmaschine?