SuisseID – Sicherheit im Web wird jetzt Staatssache

Ab dem 3. Mai ist die SuisseID erhältlich, sozusagen der staatliche Chip für mehr Sicherheit im Web.
Ich finde die Idee sehr interessant und sehe viel Potential für Anwendungen.

Die SuisseID ist eine elektronische Identifizierungsvariante, die aus einem Stück Hardware (USB-Stick oder Karte mit Reader) und einem PIN-Coder besteht. Bald könnten z.B. Banken so ihre Kunden identifizieren und natürlich werden viele Anwendungen im Bereich E-Government denkbar. Vielleicht bringt dies endlich den Durchbruch dafür?
Auch Altersverifizierungen, der Einsatz als Ticket oder einfach Web-Logins sind denkbar.

Unter den Pilotprojekten sind zum Beispiel eine Altersverifzierung beim Kauf von Games oder der Zugriff auf auf die Swiss Post Box zu finden.

Väterchen Staat betreibt sogar Marketing und erstattet einem 65 Franken zurück, wenn man 2010 eine SuisseID kauft. Trotzdem bezahlt man noch 99 Franken für eine 3 Jahre gültige SuisseID.

Ich bin optimistisch, dass sich bald lohnen wird und dass dies mehr Amtsgänge online erledigt lässt und wir auf das eine oder andere Extrakärtchen fürs E-Banking, eTicket fürs Flugzeug und vielleicht sogar Halbtaxabo etc. verzichten können.

Der nächste Schritt wäre dann, das Ding international zu machen. Da sind wir schon wieder gefährlich nahe am Thema Facebook… :)

Kommentare

4 Responses to “SuisseID – Sicherheit im Web wird jetzt Staatssache”

  1. Nachtmeister on April 26th, 2010 18:14

    Ich sehe die Fettleibigkeit die nächsten Jahre steigen wenn das Ding erfolgreich wird ;)

  2. Orli on April 26th, 2010 18:27

    Wieso vereint man das nicht gerade alles in der offiziellen ID-Karte? Wäre doch noch praktisch und SuisseID ist ja eh schon ein staatliches Projekt.
    Ok, vielleicht nicht gerade standardmässig in jeder ID, aber optional. Dann wäre auch die grossflächige Verbreitung relativ einfach möglich!

  3. sprain on April 26th, 2010 18:45

    @Orli
    Alles eine Frage der Zeit :)

  4. Sim on April 26th, 2010 21:11

    Und es ebnen sich die Wege zur Totalüberwachung… was ist so schlimm an Totalüberwachung und wenn Facebook private Verbindungen und Gesinnungen kennt und so weiter?
    Eigentlich rein gar nichts (wenn man nur kurzdenkt), aber solange Staaten jährlich Milliarden, ja Milliarden in die Entwicklung von Verteidigung und Angriffsmaschinerie investieren um sich vor anderen Staaten zu schützen, sollte man sich keinem einzigen Staat privat so offenbaren. Und solange Menschen Zugriff auf diese Daten haben, gibts auch Missbrauch. Und solcher Missbrauch kann ganz hässlich aussehen.

    Die Mehrheit wird sowas vermutlich nie betreffen, aber das machts nicht besser.

    Aber man muss das ja gar nicht so ausgeprägt sehen um andere Gefahren zu erkennen. Die Daten können beispielsweise auch kommerziell genutzt werden. Bereits heute werden z.B. Fotos von Wohngebieten gemacht (zumindest in Deutschland) und profiliert und danach werden dann Kreditentscheide gefällt. So ists auch gut möglich anhand der Facebookfreunde zu bestimmen ob jemand kreditwürdig ist.

    http://www.derwesten.de/nachrichten/Wohnlage-bestimmt-die-Kreditwuerdigkeit-id1257646.html

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