WePad – der so wahnsinnig originelle Name oder wie erfolgreiches Webmarketing nicht funktioniert
Klarstellung, ergänzt am 26. März 2010: Ich habe nie behauptet, dass Neofonie mich oder jemand anders verklagen will und auch habe ich diese Einträge weder auf Yigg gestellt noch sonstwo gepusht. Dies hat sich in der Dynamik des Webs anderweitig ergeben. Ich habe hier bloss aufgegriffen, dass es verschiedene Wege gibt, in Blogkommentaren Wünsche anzubringen und dass ich persönlich es für unangebracht fand, eine Umbenennung des entsprechenden Blogbeitrags zu wünschen. Aus meiner Sicht hätte es konstruktivere Wege gegeben. Nicht mehr, nicht weniger.
Der @bamonamac hat Ende Januar auf frogg.ch über das iPad gebloggt. Er beschreibt dort, wie er das iPad als Schaltzentrale für die ganze Familie sieht – also mehr wie ein wePad als bloss ein iPad.
Nun wurde in diesen Tagen ein Produkt angekündigt, das eine Alternative zum iPad sein will. Und wie heisst es? WePad!
Soweit, so Zufall. Aber der beste Teil kommt erst noch: Der Herr Helmut Hoffer von Ankershoffen von der Firma Neofonie, die ebendieses WePad herausgeben will, hatte wohl keine Freude an der schönen Google-Position des frogg-Artikels. Deshalb schreibt er in einem Kommentar:
Ich wäre Dir daher verbunden wenn Du den Artikel umbenennst oder wenigstens einen kurzen Hinweis legst, dass Du nicht unser geliebtes WePad meinst.
Logisch, weil WePad ist ja eine so unglaublich kreative Abwandlung von iPad, da darf niemand anders auf die Idee kommen, diese Wortspielerei vorher schon gemacht zu haben! Und wenn doch, dann gilt es diese gefälligst wieder rückgängig zu machen! Ist ja klar, oder?
Der Ursprungsartikel hat dann tatsächlich eine Ergänzung erhalten. Eine, die den Nagel auf den Kopf trifft – aber wohl nicht ganz so, wie sich das der Herr von Ankershoffen wohl vorgestellt hat:
Das neofonie-wePad glänzt mit allen technischen Details, die heutzutage in Geek-Kreisen verlangt werden und die beim iPad von Apple von eben diesen Kreisen so vermisst werden. Ob neofonie aber die Kraft hat, dieses Produkt wirklich auf den Markt zu bringen, darf zumindest bezweifelt werden.
Und die Moral von der Geschichte? Der Versuch, ein sinnvolles Miteinander zu erreichen anstatt eines Gegeneinanders im Stil von «Das darfst du nicht!» hätte wohl mehr gebracht. Ich versuch mich mal an einem Kommentar, den man ja auch so hätte abgeben können:
Ein interessantes Konzept, welches Sie hier vorstellen. Vielleicht haben Sie mitbekommen, dass wir ein Produkt in Planung haben, das genau diese Punkte abdecken soll – und lustigerweise tatsächlich auch gleich WePad heissen wird. Wenn Sie wünschen, laden wir Sie gerne ein, einen Blick in unser aktuelles Konzept zu werfen. Gerne würden wir dann auch Ihr Feedback dazu entgegennehmen. Nehmen Sie doch mit mir Kontakt auf unter meiner.emailadresse@wepad.com
Diesen Beispielkommentar stell ich der Firma Neofonie gerne kostenlos und ohne Lizenzgebühren zur freien Weiterverwendung zur Verfügung ;-)
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Kommentare
13 Responses to “WePad – der so wahnsinnig originelle Name oder wie erfolgreiches Webmarketing nicht funktioniert”
Trackbacks
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März 25th, 2010 21:55
Renato Mitra -
März 25th, 2010 22:00
Rene -
März 25th, 2010 23:27
Martin Rechsteiner -
März 26th, 2010 16:54
Dirk Jäckel
Hi,
sagt mal gehts noch? du diskreditierst dich ja gerade selbst. höflicher kann man ja wohl nicht nachfragen.
naja, viel spass noch und deine leser werden dich verstehen -)
… übrigens ne falschbehauptung ist, dass ich was geschrieben hab bevor wir was zum wepad veröffentlicht haben. die wahrheit ist nachlesbar ;-)
// so long
warum lassen sie sich auf so eine diskussion so scharf ein?
öffentlich? zu lesen was bamonamac schreibt, reicht doch schon um zu wissen das er nichts richtig durchgelesen hat….
hat das wepad nicht nötig. hoffe ich. viel glück!
(doch, vielleicht ist ja auch der kommentar nur in herrn ankershoffen namen geschrieben um weiter öl ins feuer zu giesen, denn er wollte ja eigentlich schlafen gehen )
@Helmut
Was meinst du von wegen Falschbehauptung? Versteh gerade nicht, worauf du hinaus willst.
Und meine Meinung ist halt schon, dass ich WePad jetzt nicht so einen genialen oder gar kreativem Namen finde, dass man andere darum bitten muss, den Titel eines Blogbeitrags zu ändern.
Eins muss ich dir aber wirklich lassen: Das Blog-Watching habt ihr im Griff! Das geht ja zackig!
@sprain
Hm, ich verstehe diesen Blogeintrag nicht. iPad ist auch nicht unbedingt ein kreativer Name. Pad ist nämlich kein schützenswerter Begriff. Und genauso wie bei Apples i-Produkten ist es auch bei der Firma von Herrn Ankershoffen. So wie ich das mitbekomme heißt deren Suchmaschine Wefind. Es mag also ein ganz klassischer Zufall sein, dass die einen (Apple) alles mit nem i davor betiteln, und Neofonie mit we. Und dann nach zu fragen, ob ein Blogger vielleicht seinen Artikel ergänzen kann weil es ein betreffendes Produkt gibt halte ich für völlig angemessen. Wäre das Apple gewesen die nachfragen, hättest Du diesen Artikel wohl nicht verfasst. Die hätten aber auch nicht gefragt sondern geklagt.
Verstehe die Aufregung nicht.
@Renft
Die «Aufregung» liegt darin, dass die Firma tatsächlich wünschte, dass ein Blogbeitrag, der den Namen WePad beinhaltete abänderte, da es darum ums iPad ging. Nur wurde dieser Artikel schon lange vor dem Bekanntwerden des WePads als Produkt geschrieben. Es geht also nicht im Grundsatz darum, wie interessant oder schützenswert ein Name denn nun ist.
Übrigens, wo ists denn hier darum gegangen, dass Apple das auf irgendeine Weise besser machen würde?
total peinlich die firma! ;)
Nur zum Verständniss: Du wirst von einer Firma per Kommentar gefragt, ob du vielleicht in deinem Artikel auf das wePad hinweisen könntest.
Keine Rechtsanwaltskeule.
Keine Abmahnung.
Kein “drohen” mit eben solchen Konsequenzen.
Und du hälst das für “dreist”?
Ich bin mal “dreist” und behaupte, das Neofonie auch bei einer Verweigerung deinerseits sich nicht weiter drum geschert hätte. Warum sollten sie auch?
Klar freut es den Hersteller des wePads, wenn in einem Artikel mit einer derart hohen Platzierung bei Google ihr Produkt erwähnt wird – aber sonst? Vor allem wenn man auch noch bedenkt, das eine derartige “Top Platzierung” lediglich in der winzigen Schweiz erreicht wird – such mal auf google.de oder google.com nach dem wePad und sag mir mal, auf welcher Seite du deinen Blogbeitrag findest?
Sorry, aber du machst hier aus einer Mücke einen Elefanten.
Ach, anscheinend wird irgendwo anders gerade die Mücke zum Elefanten gemacht, sonst würde es hier nicht so viele Reaktionen geben. Ich hab den Artikel mal mit einer Klarstellung ergänzt, vielleicht hilfts ja wieder etwas Sachlichkeit hineinzubringen.