«Derlei Bedürfnisse werden generiert: beim Endverbraucher erst durch Marketing, später durch Neid.»
Witziger, interessanter und ehrlicher Satz bei basicthinking.de zum iPad zum Thema, dass niemand dieses Gerät braucht, es aber trotzdem seine Käufer finden wird.
Eine reine Online-Währung: Was würde geschehen?
Was würde eigentlich geschehen, wenn wir unsere eigene Online-Währung starten würden? Nennen wir sie der Einfachheit halber mal Webbies. Und der Unterschied zu bestehenden virtuellen Währungen: ein Umtausch in Echtgeld ist nicht möglich.
Wie ist das Vorgehen?
- Die Anmeldung erfolgt über einen bestehenden Service, welcher viele Mitglieder hat. Facebook oder Twitter liegen auf der Hand.
- Jede Neuanmeldung erhält einen Grundstock von 1000 Webbies.
- Über die Plattform können Webbies an andere Benutzer übertragen werden.
- Über einfache Schnittstellen können Anwendungen dafür geschrieben werden: WordPress-Plugins, die Inhalte nur gegen Bezahlung mit Webbies freigeben. Online-Spiele, bei welchen bestimmte Features/Levels mit Webbies dazugekauft werden können. Oder Terminal-Applikationen, die sogar Bezahlungen im Real-Life zulassen.
Wie gesagt, ein Umtausch in Schweizer Franken, US Dollar oder andere Währungen ist nicht möglich – ebenso auch nicht das Dazukaufen neuer Webbies. Diese muss man sich erwirtschaften mit eigenen Leistungen. Wer seine Webbies alle ausgibt muss sich irgendwo neue verdienen oder sich leihen (auf Kreditplattformen, die sich natürlich basierend auf der Schnittstelle bauen lassen).
Ich bin ökonomisch absolut nicht im Bild.
Darum frage ich euch: Wie würde das wohl enden? Wäre so etwas realistisch?
Superbowl 2010! Kleine Regelkunde zum Spiel der Superlative

Am Sonntag, 7. Februar 2010 ist es wieder einmal soweit: In der 44. (oder je nach Zählart 40.) Auflage des Superbowls wird der US-Champion im American Football gekürt. Es stehen sich dabei die Indianapolis Colts und die New Orleans Saints gegenüber. Das Spiel wird auch bei uns ab ca. Mitternacht auf ARD und ORF übertragen – nur ohne die bekannten Superbowl-Ads, die übrigens verhältnismässig gesehen gar nicht so teuer sind, wie man immer meint.
Das Spiel ist bekannt für seine Superlative. Nicht nur, dass die Halbzeit-Show mit Namen glänzt, die das Stade de Suisse platzen lassen würden. Im DolphinSun-Life-Stadium in Miami werden 76’000 Fans anwesend sein. Die Übertragung erhält in den USA etwa 60% Marktanteil, etwa 140 Millionen Haushalte schauen sich zumindest einen Teil des Spiels an. Die Behauptung, dass weltweit eine Millarde Zuschauer dabei seien ist natürlich weit übertrieben. Eine Milliarde könnten theoretisch reinzappen, effektiv zuschauen tun ausserhalb der USA aber «nur» etwa 2 Millionen.
Da ich ein kleiner Football-Fan bin werde ich aber zu diesen paar Ausländern gehören. Den Montag hab ist geschickterweise schon mal frei genommen :) Da der Sport bei uns nicht ganz so bekannt ist, hier rasch die wichtigsten Regeln zusammengefasst:
Football-Regeln in Kürze
Spielzeit
Ein Spiel ist in vier Viertel zu je 15 Minuten aufgeteilt. In bestimmten Spielsituationen wird, ähnlich wie im Eishockey, die Zeit gestoppt, so dass die effektive Spielzeit deutlich länger als eine Stunde dauert.
Punkte erzielen
Das Ziel ist es, den Football über die Endlinie des Spielfelds auf der generischen Seite zu transportieren. Die kann entweder rennend geschehen, oder indem man den Football auf der anderen Seite der Linie fasst. Das nennt sich dann einen Touchdown und gibt sechs Punkte. Hat man einen Touchdown erzielt, hat man die Möglichkeit, nochmals zu punkten. Dies geschieht meist indem der Ball durch die obere Hälfte des Tores gekickt wird und gibt nochmals einen Punkt.
Alternativ kann auch direkt aus dem Spielverlauf ins Tor gekickt werden, was 3 Punkte gibt. Sieger des Spiels ist, wer am Schluss mehr Punkte hat :)
Raumgewinn
Das Bild, das wir vom Football haben besteht darin, dass sich ein Haufen Typen die Birne mitten auf einem Platz einrennt. Dies geschieht im Kampf um Raumgewinn. Denn die angreifende Mannschaft hat vier Versuche, um eine Distanz von 10 Yards (ca. 9 Meter) zurückzulegen. Schafft die Mannschaft dies, hat sie erneut vier Anläufe für die nächsten 10 Yards, beginnend vom Punkt wo der letzte Spielzug beendet wurde. Aus diesem Vorgehen ergeben sich die typischen Football-Angaben wie «2nd and 5»: Es folgt der zweite Anlauf, es sind noch fünf Yards zurückzulegen.
Scheitert eine Mannschaft dabei, in vier Anläufen die 10 Yards zu erreichen, wird der Gegner zur angreifenden Mannschaft. Oft wird daher beim vierten Versuch der Football soweit wie möglich in die gegnerische Hälfte gekickt, damit der Rivale möglichst weit weg von einem Touchdown seine Angriffe starten muss.
Alternativ kann die gegnerische Mannschaft auch einen Pass abfangen (Interception) oder einen fallengelassenen Ball entgegennehmen. In diesem Fall wechselt das Angriffsrecht sofort, ungeachtet der Anzahl gespielten Versuche, die 10 Yards zu knacken.
Fouls
Auch wenns auf den ersten Blick nicht so aussieht: Es gibt auch Fouls im American Football. Ein schweres Foul zum Beispiel ist, wenn man seinem Gegner absichtlich ins Gesichtsgitter greift. Fouls werden vom Schiedsrichter durch das Werfen gelber Flags (eine Art Naselümpli) angezeigt. Die Bestrafung erfolgt meist in Form von Raumverlust: die angreifende Mannschaft muss 5, 10 oder 15 Yards zurückweichen und somit weiter von der zu erreichenden Grenzlinie mit dem Spiel fortfahren.
Natürlich gibts noch unzählige weitere Regeln, Ausnahmen und Varianten. Aber dieses Wissen reicht eigentlich, um das Spiel geniessen zu können. Wirst du auch schauen und mittwittern?
Wer noch eine kleine Einstimmung braucht, findet hier die Highlights des Superbowl 2009:
[S09]: 28. Januar 2009
28. Januar 2009, 20:56 Uhr Schweizer Zeit
Auge in Auge mit dem Krokodil. Unweit vom Strand tummeln sich die faszinierenden Urzeitviecher – und wagen sich im späteren Verlauf der Reise einmal so nahe heran, dass den Badenden befohlen wird, das Wasser zu verlassen.

sprainTV, 28. Januar 2010 – Folge 18
Heisse Mails in der Schweiz, Talken für Pendler, Pullis für Blogger und ein tiefblickender Linktipp.
Update: Den ganzen Film zu BloggingTom’s Pulli gibts beim Tom drüben.
«Rund 1900 Touristen aus Europa, den USA und Lateinamerika sassen am Dienstag immer noch in Aguas Calientes fest.»
Wegen Hochwasser, wie 20min meldet. Die Armen! Aguas Calientes liegt am Fuss von Machu Picchu. Ich war dort und glaubt mir, das ist das schlimmste und überteuerste Touristenkaff, das man sich vorstellen kann.
Tablet bei mir schon angekommen
Vorinstalliert mit Orangensaft ’10 und kompatibel mit Breakfast At Bed in allen Versionen.
Unabhängig vom 3G-Netz überall einsatztauglich. Auf Wunsch mit Brotmesser-Extension, von Haus aus mit TouchHam zum Plug and Eat. Synchronisiert automatisch mit Fridge, Cupboard und Pantry aller Versionen.
E Guete!
Du als Filmstar – zumindest für ein Bild
Eine kreative Fotoserie hat Mark Howells-Mead (aka @mhm72) im letzten Jahr begonnen: Die One Frame Movie Series. Ich durfte auch einmal mitmachen, Mark sucht aber noch weitere Freiwillige. Melde dich doch bei ihm! Es macht Spass und du kriegst ein tolles Foto von dir zur freien nicht-kommerziellen Verwendung,
PS: Mark macht auch sonst schöne Fotos, wie er am !frappant-Jubiläum auf dem Gurten gezeigt hat.
Universal Music, YouTube und Sebi
Gehört hatte ich bereits von Sebi, dem Ukulele-spielenden YouTube-Helden. Nur Zeit genommen, ihn mir anzusehen, habe ich mir nicht. Jetzt ist es leider zu spät.
Sebi hat auf YouTube bekannte Lieder mit seiner Ukulele gecovert. Dies hat Universal Music nicht gepasst und nun alle seine Videos entfernen und seinen Account sperren lassen.
Rechtlich mag dies absolut korrekt sein, trotzdem zeigt sich natürlich deutlich, dass es die Grossen der Musikindustrie es nicht schaffen, das Internet zu ihrem Nutzen einzusetzen. Ob niemand daran denkt, dass bestimmt einge die Cover-Version von Sebi gesehen und danach das Original in iTunes gekauft haben?
Wie auch immer, Sebi hat sich einen neuen Account eingerichtet und ein Protest-Video hochgeladen. Grosse Klasse, schon rein musikalisch. Reingucken!
Wenn Amis die Welt entdecken…

Natürlich gibts auch ein Video vom perfekten Skitag mit meinen US-Buddies.

