24 Stunden für eine iPhone App

Ich hab jetzt gerade 24 absolut freie Stunden, ohne Pläne und Verpflichtungen. Zeit, die ich nehmen könnte, um endlich mal meine erste iPhone-App zu bauen.
Ideen, was es sein könnte? Voraussetzung: Es muss sehr basic sein. Bin ja seit zwei Jahren Anfänger ohne Fortschritt auf diesem Gebiet :)

Update, 03:30 Uhr:
Ich bin dran! Es gibt eine Counter-App. Scheint jetzt vielleicht komisch, aber ich habe im privaten Rahmen tatsächlich eine Anwendung, wo ich sowas nutzen kann. Und nein, es ist nicht die erste Counter-App dieser Welt. Aber wofür gibt es noch keine App, die ich mit meinen bescheidenen Kenntnissen umsetzen könnte?

«Im Falle einer Cyberattacke können sie das Web neu starten.»

Huch, da hatte jemand wohl etwas gar viel Fantasie, oder? Das Internet «neustarten» dürfte schwierig sein. Da tönt diese Aussage schon glaubwürdiger: «A new safety system has been introduced by ICANN to shut the net down in an emergency, such as world catastrophe, war or terrorist incident.» Klar, die wichtigsten Server und Leitungen abschalten und aus die Maus. Und die kann man auch wieder anschalten. Aber ein Reboot des Internets, wie man den eigenen Computer neustarten kann – nein, das ist es definitiv nicht.

«Doch Steve Jobs schaffe es wie keiner, irrationale Bedürfnisse der Konsumenten zu wecken.»

Auf das iPad bezogen würd ich sofort zustimmen, aber da es hier ums iPhone geht denke ich, dass die Aussage so nicht ganz stimmt. Das iPhone hat nicht versucht, neue Bedürfnisse zu wecken. Es war einfach das erste Gerät, welches die im Kopf der Anwender bereits gewünschten Funktionen am benutzerfreundlichsten umgesetzt hat – zudem noch schön designed und von einer (damals bedingunglos) sympathischen Firma. Ich kann mich erinnern, wie wir im Büro diskutiert hatten, dass ein Handy eigentlich GPS können sollte, bevor der Begriff iPhone bekannt war. Jetzt ist es da und erfüllt den Zweck wie erhofft.

Dass jetzt jeder viele dringend das iPhone 4 haben müssen, das nicht viel mehr kann als das 3G S ist dann natürlich wieder eine andere Sache. Ich warte übrigens gerne auf eine spätere Version.

Ein umoralisches Angebot

Kürzlich ging eine Anfrage für das Schalten von Werbung auf FussballMag ein. Auf meine Antwort, mit grundsätzlichen Erklärungen zum Angebot, kam folgende Antwort:

Hallo Herr Reinhard,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir buchen sowohl Bannerwerbung als auch Textlinks für unsere Kunden.

Im Moment sind wir speziell an Blogartikeln interessiert. Wäre es möglich, dass Sie in Ihrem Blog einen neuen Artikel tippen und folgendes Keyword verlinken: “Bundesliga + Wort” zu http://www.[für Blogpost entfernt] Also zum Beispiel “Bundesliga live auf Sky”

Für diesen Artikel würden wir Ihnen einen Obulus von 40 Euro bezahlen.Uns ist es nicht wichtig, dass Sie das Unternehmen hochloben oder der Artikel eine Mindestlänge hat. Relevant ist für uns allerdings, dass der Link passend im Content untergebracht sind :)

Sollte alles reibungslos klappen, kommen wir künftig gerne wieder auf Sie zurück.

Wir haben dankend abgelehnt.

Nichts. Nie.

Soviel hab ich verpasst in den zwei Wochen, die ich bereits twitterlos bin. Und so oft hab ichs vermisst. Gefällt mir.

Prince im Stade de Genève: Laufend aktualisierte Infos rund ums Fiasko des nicht stattfindenden Prince-Konzerts

Ursprünglicher Artikel, Mittwoch, 21. Juli 2010, 08:00 Uhr:
«Die Betreiber des Stade de Genève haben bislang noch keinerlei Zusagen für die Miete des Stadions erhalten.» hiess es am Dienstag Abend in den Medien.

Womit das Prince-Konzert in Genf wohl auch am kommenden Freitag nicht stattfinden wird.

Nicht nur das Stadion steht nicht bereit, es wird ausserdem gemeldet:
«Die Organisatoren hatten angekündigt, mit der SBB einen Extrazug auszuhandeln. “Bis heute haben wir dafür keine formelle Anfrage erhalten”, sagte SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz.» (Quelle)

Ein unglaublich trauriges Kapitel in der Geschichte der Schweizer Konzertorganisationen mit einem absolut unfähigen Veranstalter und vielen enttäuschten Fans.

Darin involviert sind dubiose Geschäftsleute wie Daniel Sackey Quarcoopome als Promoter, dessen Scent Air AG sich in Liquidation befindet. Die Veranstalterin des Konzerts, die Creative Stream GmbH (gemäss Medienmitteilung auf dem Account der New Events Productions SA – noch eine involvierte Firma, die aber gemäss Geschäftsführer Fréderic Hohl «nichts mehr mit dieser Geschichte zu tun zu hat») hat mitten in den Wirren rund um diesen Event den Namen geändert in Larger Than Live GmbH. Der neue Geschäftsführer heisst nun ebenfalls Daniel S. Quarcoopome. Besitzerin der neuen GmbH ist die Larger Than Live Limited mit Sitz auf den Marshallinseln, also steuergünstig. Der Mann, den man im Internet nirgendwo findet, bringt somit eine weitere Firma ohne Website ins Spiel. Der frühere Hauptinhaber Beau A. Ronald, der auch sehr umtriebig ist und in 17 Verwaltungsräten sitzt, ist anscheinend nicht mehr mit dabei.

Noch ein Detail: Bei der ersten Verschiebung des Konzerts war eine E-Mail-Adresse mit der Endung @quarcoopome.com im Umlauf. Eine Whois-Abfrage dieser Domain lautet auf Rolf Kueng von der IFIT Institute For Innovative Trading AG – auch hier also nur weitere Verwirrung und keinerlei Transparenz.

Ich bin immer noch der Meinung, dass dieses Debakel von Beginn weg eingeplant wurde. Es war ein Spiel, ein Risiko, mit nur zwei Optionen: Ein sehr rasch ausverkauftes Stadion und Gewinn oder die Absage bei etwas schleppenderem Verkauf. Vielleicht hätten zur Erreichung des Ziels die Dienste der eigenen Scent Air AG in Kauf genommen werden sollen, deren Zweck lautete: «Beratung sowie Vertrieb und Service bezüglich aller Produkte zur Steigerung der Effizienz von Marketingleistungen». Aber dazu hätte man ja erst mal Marketing betreiben sollen.

Die grosse Frage, die nun bleibt ist, ob Prince je von seinen Terminen in Genf gewusst hat oder ob auch das nur Bluff blieb… Leute, die Zugriff auf die Facebook-Updates seiner Background-Sängerin haben behaupten, diese sei unterwegs nach Genf und schreibe
Immerhin: Shelby J, Backgroundsängerin von Prince, wusste offenbar von dem geplanten Gig und schrieb auf Facebook: «Next stop on this NPG Funk train….Geneva!!!!». Vielleicht ein kleiner Hoffnungsschimmer?

Update, 9:50 Uhr: Auch das Stade de Genève meldet nun offiziell die Absage: «LE CONCERT DE PRINCE PREVU LE 23 JUILLET 2010 N’AURA PAS LIEU !»

Update, 13:30 Uhr: Lustigerweise ist man sich nun auch bei Stade de Genève nicht mehr ganz sicher und beruft sich auf die Medienberichte: «D’après les médias du jour, le concert prévu le 23 juillet n’aura pas lieu !». Wenn die es nicht definitiv wissen, wer dann??

Update, 13:45 Uhr: Achtung, reine Hypothese von mir: Was, wenn der “Veranstalter” den ganzen Anlass nur vorgetäuscht hat um Ticketeinnahmen zu ergaunern und dann abzutauchen? Was man dazu wissen müsste ist, ob denn Resaplus/Eventim bereits Einnahmen an den Veranstalter weitergeleitet haben oder nicht.

Update,: 14:40 Uhr: Nun hat auch Gav, Besitzer der Fanpage MoQuake.com, das Konzert als definitiv abgesagt gemeldet und mehr Infos für später versprochen. «The concert is 100% off – I’ll post more later but tied up right now.» Von Seiten Veranstalter oder Ticketverkäufer gibts aber immer noch keine offizielle Absage.

Update, 15:35 Uhr: Der Artikel oben wurde mit einem Detail zur ebenfalls in der Geschichte erscheinenden New Events Productions SA ergänzt.

Update, 15:40 Uhr: Gemäss verschiedenen Meldungen bestätigt Résaplus auf telefonische Anfrage nun die Absage des Events für diesen Freitag, hält die Option aber noch offen, dass es ein neues Ersatzdatum geben wird. Noch gibts keine offizielle Stellungnahme auf der Website oder anderswo.

Update, 16:20 Uhr: Es wird nicht einfacher… Resaplus dementiert scheinbar telefonisch in Einzelfällen die Absage wieder und vertröstet auf morgen für mehr Infos.

Update, 16:30 Uhr: Gav von MoQuake.com, der der Crew von Prince angeblich nahe ist, berichtet: «It seems that there’s been a dispute between the two promoters and, as a result, the venue was not secured. This has left the gear almost in Geneva, Prince with nowhere to play, five days of downtime, and a whole heap of pissed off and out of pocket fans – not good. As Mister T said, P[rince] didn’t have anything to do with the cancellation.»

Frei übersetzt: Es gab Krach zwischen den zwei Veranstaltern (mein Tipp: Quarcoopome und Beau A. Roland?), worauf sich niemand um die Reservation des Stadions kümmerte. Das Bühnenmaterial sei beinahe in Genf angekommen gewesen, Prince und seine Crew hingen dann fünf Tage grundlos ohne Konzert herum. Prince selbst habe mit den Absagen nichts zu tun gehabt, sei aber verärgert über die Vorfälle.

Update, 17:10 Uhr: Nun hat Claude Baumann von B4 communication, gemäss Tribune de Genève verantwortliche Kommunikationsfirma, in einer E-Mail an einen Fan mitgeteilt, dass das Konzert vorläufig verschoben sei: «Sorry, the promoter is postponing the show to further notice. More information should be released later. Best regards». – Ob der ganze Ablauf rund um das Konzert die gewünschte Werbung für die entsprechende Kommunikationsfirma ist, sei dahingestellt.

Update, 17:25 Uhr: Es sind nun etwa 24 Stunden seit den ersten Medienberichten darüber, dass auch dieser neue Konzerttermin ins Wasser fallen wird. Und noch immer gibt es kein offizielles Statement dazu. Weder von den Veranstaltern, noch von den Ticketverkäufern und auch nicht vom Prince-Management. Ein Beispiel schlechtester Kommunikation sondergleichen! Nicht zu vergessen: Es geht hier nicht bloss um Tickets, sondern viele Fans wollten von weit anreisen und buchten Züge, Flüge und Hotels – alles Kosten, die niemand ersetzen wird. Da sollte man zumindest eine faire Kommunikation erwarten können.

Update, 22. Juli, 08:15 Uhr: Immer noch keine offiziellen Meldungen. Die Hinweise verdichten sich, dass sich Quarcoopome zumindest verspekuliert, im Extremfall auf betrügerische Aktivitäten aus ist. Die Band von Prince sei zur Zeit in Paris. Dass das Konzert nicht stattfinden wird ist schon mal klar, alle anderen Abklärungen in diesem blamablen Fall dürften einige Zeit in Anspruch nehmen. Eine Frage, die weiterhin offen bleibt ist, ob die Ticketbesitzer denn effektiv ihr Geld zurückerhalten werden oder ob dieses vielleicht schon auf den Marshallinseln liegt…

Update, 22. Juli, 08:40 Uhr: Interessantes Detail: Die SBB hat ja nie eine formelle Bestellung für einen Extrazug erhalten (siehe ganz oben im Text). Trotzdem gibt es eine entsprechende Railaway-Seite. Die Veranstalter des Konzerts müssen also sehr überzeugend gewirkt haben, wenn das Stadion, die SBB und das Prince-Management alle auf den Gig vorbereitet waren, obwohl keine offiziellen Bestellung geschweige den Geldüberweisungen stattfanden. Oder wird in diesem Business immer so blauäugig auch mit unbekannten Neulingen auf Vertrauensbasis gearbeitet?

Update, 22. Juli 09:10 Uhr: Während die Facebook-Seite zum Event bisher von einer Privatperson unter dem Namen N.R. (Name bekannt) betrieben wurde, gehört diese nun der Resaplus. N.R. dürfte zu einem der Leidtragenden der Geschichte geworden sein, der den Kopf hinhalten musste für verärgerte Fans. Verständlich, dass unschuldige Einzelpersonen in dieser Situation nicht im Rampenlicht stehen wollen. Umso mehr wird es Zeit, dass Resaplus nun bald auch ein offizielles Statement abgibt.

Update, 22. Juli 09:30 Uhr: Resaplus gibt telefonisch immer noch die Auskunft: «Wir wissen nicht, ob das Konzert abgesagt ist. Rufen Sie heute Nachmittag nochmals an».

Update, 22. Juli 10:30 Uhr: Endlich hat Resaplus zumindest eine der zwei grossen Ticketbewerbungen auf der Startseite ihrer Website entfernt.

Update, 22. Juli 11:30 Uhr: Aktuelle telefonische Resaplus-Aussagen: Kein Konzert morgen – was für eine Überraschung! Aber noch keine Meldungen, was dies für gekaufte Tickets bedeutet.

Update, 22. Juli 11:55 Uhr: Prince ist aus der Datenbank bei Resaplus verschwunden! Wurde auch langsam Zeit… Endlich kommt Bewegung in die Sache bei Resaplus. Ob wir über den Mittag mit einem offiziellen Statement rechnen dürfen?

Update, 22. Juli 12:30 Uhr: Endlich eine offizielle Mitteilung der Larger Than Live GmbH von Daniel S. Quarcoopome – aber eine mit unglaublichem Inhalt: Das Konzert gilt nicht als abgesagt sondern als auf unbekannten Termin verschoben! Tickets behalten ihre Gültigkeit. Weiterhin keine offiziellen Mitteilungen betreffend Rückerstattung von Tickets.

Update, 22. Juli 14:40 Uhr: Neue Meldung von Gav, dem Typ aus dem erweiterten Prince-Umfeld: «There’s a statement coming from Prince’s organisation – give them a few more hours.» Danke an Pierre aus den Kommentaren für den Hinweis! Mal schauen, was der Prince selbst zum Thema meint.

Update, 22. Juli 16:10 Uhr: Endlich ein offizielles Statement von Resaplus, um 16:40 Uhr bei mir auch per E-Mail eingetroffen. Allerdings kein Wort über Rückerstattungen oder anderweitige Informationen, die den Kunden weiterhelfen würden, sondern hauptsächlich eine Abweisung der Schuld und die Äusserung, bestürzt zu sein über die langsame Kommunikation. In sich definitiv auch wieder keine gute Werbung für die eigene Firma. Der Kunde scheint nicht im Mittelpunkt zu stehen.

«De source officielle, le concert prévu vendredi 23 juillet à Genève n’aura pas lieu.
Des informations complémentaires devraient nous être transmises par l’organisateur dans les prochaines heures.
Nous vous les communiquerons dès réception.

Nous sommes navrés de cette communication tardive.
Nous ne sommes pas les organisateurs, mais un prestataire de services engagé par l’organisateur.
Notre mandataire est totalement responsable de son organisation et de sa communication.

From official source, the Prince concert this friday in Geneva will not take place.
Further informations should be sent to us by the organizer in the coming hours.
We will communicate them to you as soon as we receive them.»

Update, 22. Juli 17:00 Uhr: So Leute, ich steig jetzt mal in meine Little Red Corvette und bin im langen Wochenende mit The Most Beautiful Girl in the World. Ich lasse den Prince den Prince sein und hoffe, dass es nicht zuviel Purple Rain und irgendwie doch noch eine Art Happy-End geben wird in dieser Controversy. Das Beste, was wir daraus machen können ist, etwas für unser eigenes Geschäftsleben zu lernen: Offenheit, Kundenfreundlichkeit und vielleicht hie und da zweimal hinschauen, mit wem man ins Geschäft kommen will – Money Don’t Matter 2 Night und auch sonst nicht immer. In diesem Sinne… Kiss!

Olympisches Open-Air

Idee: So wie es alle vier Jahr olympische Spiele gibt, könnte man doch auch alle paar Jahre ein olympisches Open-Air veranstalten. Ein Riesenevent, der zwei Wochen dauert und an welchem jeweils alle aktuellen Stars und Bands spielen. Qualifzieren kann man sich via Charts-Platzierungen. Der Veranstaltungsort wechselt jedes Mal. Möglicherweise sogar mit Wertungen in diversen Kategorien und entsprechenden Medaillenvergaben.

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